[Rezension] Pea Jungs „Hit the Boss: The H(e)artbreaker“

Grunddaten:

Autor: Pea Jung

Titel: Hit the Boss

Taschenbuch: 420 Seiten

ISBN: 978-3744855679

Verlag: keiner (Selfpublisher)

 

Klappentext:

Treffer versenkt!
Vor lauter Aufregung versetzt Sharon auf der Straße einem Geschäftsmann versehentlich einen Schlag. Ausgerechnet dieser Mann platzt kurze Zeit danach in ihr Vorstellungsgespräch und benimmt sich in ihren Augen völlig daneben. Wäre nicht ihre unerfreuliche Vergangenheit mit ihrem Exfreund, hätte sie mit den eindeutigen Avancen des Kerls weniger Probleme. So aber will sie nur eines: ihn auf Abstand halten. Leider geht das nicht so einfach. Der Typ taucht immer wieder auf und die Offenbarung seiner Identität macht alles noch viel komplizierter.

Meine Meinung:

Mit „Hit the Boss“ legt uns Pea Jung wieder einen vortrefflich-humoristischen Roman vor, der mir nicht nur ein paar schöne Lesestunden beschert hat, sondern auch für den ein oder anderen Lacher sorgte.

Wir bekommen diese amüsante Geschichte direkt aus Sicht der Protagonistin Sharon Page nähergebracht, was für mich gepasst hat, da sie sich einige Gedanken zum männlichen Geschlecht macht, die sie teilweise lieber nicht laut ausspricht. Dabei bekommen wir auch einen intimen Einblick in ihre Gefühlswelt, die aufgrund ihrer Vergangenheit ganz schön auf den Kopf gestellt wird. Der Scheibstil ist gewohnt flüssig und die Bezeichnungen sowie Ausführungen manchmal absichtlich überspitzt, sodass ich hier voll auf meine Kosten kam. Ich mag Pea Jungs Schreibe einfach und kann es kaum erwarten, weitere Geschichten von ihr zu lesen. Einen kleinen Kritikpunkt muss ich allerdings anbringen, denn Sharon denkt über manche Dinge einfach zu oft nach, was ich ab einem gewissen Punkt als Wiederholung empfunden habe.

Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mich zum größten Teil mit ihr identifizieren, weil sie eine Kämpfernatur ist und niemals aufgibt. Schwäche gesteht sie sich nur selten ein und so kann man nachvollziehen, warum sie eine solche Wirkung auf Gionata (ihren Boss) hat. Der hat mich übrigens von der ersten Seite an überzeugen können, weil er Sharon so schön auf die Palme bringen kann und die beiden dadurch eine tolle Dynamik entwickeln.

Die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und werten die Geschichte auf. Zum Glück werden sie uns nach und nach präsentiert, damit man sich auch voll auf sie einlassen kann. So ist das prima, damit man auch jeden würdigen kann, denn hier sind wirklich ein paar herzliche Unikate dabei, die ich gerne ins Herz geschlossen habe.

Die Spannung war eigentlich von Anfang an vorhanden, weil man natürlich wissen wollte, was aus den beiden wird. Wie schon erwähnt, haben die Dialoge zwischen Sharon und Gionate zusätzlich dafür gesorgt, dass ich am Ball bleiben wollte. Das Ende war sehr gelungen und konnte sogar noch mal ein paar Überraschungen für mich bereit halten. Schade fand ich allerdings, dass Sharons Männervergangenheit nicht näher beleuchtet wird, da sie aufgrund dieser ja so handelt, wie sie es eben tut.

Die Liebesgeschichte war super in die restliche Story eingewoben gewesen, ich habe sie nicht als kitischig empfunden. Das Prickeln zwischen den Protagonisten kann man als Leser spüren und man kann sich auch vollkommen gefangen nehmen lassen. Eine humorvolle, stilvolle und emotionale Geschichte, die kein besseres Setting als London hätte haben können.

Bewertung: 4/5 Sterne


Ein Kommentar zu "[Rezension] Pea Jungs „Hit the Boss: The H(e)artbreaker“"

  • Liebe M.
    vielen Dank für diese liebevoll geschriebene Rezis, die so wunderbar ins Detail geht, ohne dabei zu viel zu verraten. Würde ich mein Buch nicht kenne, würde ich es jetzt gerne lesen. 😉 Danke, dass du für mich als Autorin so eine großartige Unterstützung bist. Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Freude mit den unzähligen guten Büchern auf dieser Welt. Grüße von Pea

    1 Pea Jung schrieb das (6. September 2017 gegen 20:49 Uhr) Antworten


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