[Annie Stone Love(s) me – Leser und Bloggerparty] Vorstellung der Protagonisten

Hallo zusammen und herzlich willkommen an diesem wunderschönen Mittwoch 🙂

Heute habe ich das Vergnügen, euch die Protagonisten vorzustellen.
Außerdem werde ich mich mit den Merkmalen der Generation beschäftigen, um euch ein Gefühl für diese Zeit zu geben.
Ich würde sagen, wir starten gleich mal 😉

 

Generationsmerkmale

Wir befinden uns zu Beginn der Geschichte im ländlichen Indiana. Die Protagonistin Rosalind wurde im Jahr 1933 geboren. Der zweite Weltkrieg stand kurz bevor. Als eine von fünf Schwestern, stand sie als Jüngste meist hinten an. Es war typisch, dass man bis zum 15ten Lebensjahr die Landschule besuchte. Dort wurden meist mehrere Klassen in einem Zimmer unterrichtet. Um danach auf die Highschool gehen zu können, musste man einen Test ablegen, der meist nur Männern vorbehalten war. An College und Studium war als Frau gar nicht zu denken. Die Rolle der Frau wurde als Hausfrau und Mutter beschrieben, es wurde erwartet, dass man sich nach der Landschule einen Mann suchte und die Familie damit entlastete. Die Familie stand über allem. Wenn eine Freundin bespielsweise nicht mit einem Mitglied zurechtkam, dann wurde erwartet, dass man den Kontakt abbrach.

Außerdem kann man einen großen Unterschied zwischen Stadt und Land ziehen. Die ländlichen Gegenden sind sehr konservativ, traditionsbewusst, patriotisch, familienorientiert und Vorurteilsbelastet. So werden beispielsweise Farbige und Schwule ausgegrenzt. Ja sogar Witwen, die nicht noch einmal geheiratet haben, werden komisch angeschaut und als wunderlich abgetan. Man muss in eine Norm passen und wenn dies nicht der Fall ist, ist man außen vor. In San Francisco ist das schon ganz anders. Da ist die Gesellschaft etwas aufgeschlossener und in manchen Vierteln werden Homosexualität und auch „Wilde Ehen“ geduldet.

So viel zu dem kleinen Überblick, nun kommen wir zu den Charakteren, die meiner Meinung nach interessant sind.

Rosalind Coleman

Als Erzählerin der Geschichte ist sie die Protagonistin von „Em Evol“. Sie wurde 1933 geboren, ist eine von fünf Schwestern und lebt im ländlichen Indiana. Schon mit 10 Jahren weiß sie, dass sie in William King verliebt ist – richtig verliebt, keine Schwärmerei. Schnell stellt sich heraus, dass sie hochbegabt und wissensdurstig ist. Sie ist nicht nur anders, als ihre Schwestern, sondern unterscheidet sich auch von allen anderen Frauen im Dorf. Sie möchte auf die Highschool und aufs College gehen, möchte lernen, strebt nach Veränderung und ist der Meinung, dass Frauen auch eine andere Rolle einnehmen können, als die hinter dem Herd. Mit 10 Jahren strickt sie lieber Socken, um die Männer im Krieg zu unterstützen, als auf der Straße zu spielen, wie es sich für Gleichaltrige gehört. Rosalind ist ein Sinnbild für die Revolution der Frau zur Zeit der 50er-Jahre.

William King

Er ist der Verlobte bzw. Ehemann von Maura, Rosalinds ältester Schwester, und der Schwarm von Rosalind selbst. Er repräsentiert den typischen Kerl, der jung heiratet, in den Krieg zieht und verändert wieder zurückkommt. Man merkt schon früh, dass er Sympathien für Rosalind hegt, denn er verwöhnt sie, nimmt sie in Schutz und steht für sie ein. Zunächst noch auf eine kindlich-naive Art, aber im Verlauf der Geschichte wird klar, dass er sie auch anziehend findet – obwohl er das nicht darf. Meiner Meinung nach nutzt er seine Chancen nicht, denn seinen Highschool-Abschluss empfindet er als Zwang und das College wollte er überhaupt nicht besuchen. Er wirkt erwachsener, nachdem er aus dem Krieg zurückkam. Der Schrecken ist ihm anzumerken und man kann nachvollziehen, warum ihm im Anschluss andere Dinge wichtiger sind.

Rosalinds Vater

Zu Beginn der Geschichte ist er arbeitslos, aggressiv und schlägt seine Frau sowie Töchter. Im Laufe ändert sich das, nachdem er wieder einen Job gefunden hat. Er neigt zur Depression, steht für die traditionellen Werte ein und möchte seien Töchter verheiratet wissen. In einem schwachen Moment erlaubt er Rosalind auf die Highschool zu gehen, doch schnell wird klar, dass er doch nur der Mensch ist, der er immer war, seine Meinung, dass Frauen hinter den Herd gehören, herrscht vor. So zwingt er seine Töchter in eine Heirat und verfällt in extremen Situationen wieder in alte Muster (Gewalt und Handgreiflichkeiten).

Tante Dotty

Sie ist das komplette Gegenteil zu Rosalinds Vater. Sie hat früh geheiratet, verlor ihre große Liebe dann aber relativ schnell und wollte danach keinen neuen Mann. Das hat sie zum schwarzen Schaf der Familie gemacht, weswegen sie auch letztendlich in San Francisco gelandet ist. Dort lebt sie mit einem verheirateten Mann zusammen, ist die Nachbarin eines schwulen Pärchens, das auch gleichzeitig ihre besten Freunde sind. Sie redet wie ein Mann, nimmt kein Blatt vor den Mund und ist einfach erfrischend. Dotty nimmt ihre Nichte auf, ohne große Fragen zu stellen. Sie unterstützt die Menschen, die sie liebt und Herzlichkeit wird bei ihr groß geschrieben.

Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Beitrag einen kleinen Überblick verschaffen konnte 🙂


2 Kommentare zu "[Annie Stone Love(s) me – Leser und Bloggerparty] Vorstellung der Protagonisten"

  • Tolle Vorstellung, war direkt wieder in der Geschichte.
    LG Heidi

    1 Heidi Petry schrieb das (16. August 2017 gegen 20:45 Uhr) Antworten


  • Was für ein toller Beitrag <3

    2 Becky schrieb das (21. August 2017 gegen 08:29 Uhr) Antworten


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