[Blogtour] zu Bettina Brömmes „18, pleite und planlos, aber immerhin sehen wir gut dabei aus“

Hallo und herzlichen willkommen zur dritten Station unserer Blogtour!

Heute führen wir einen kleinen Vergleich zwischen der Welt der Autorin und meiner mit 18 Jahren durch. Was war damals anders? Was ist heute leichter?

1983 – Bettina Brömme ist 18 Jahre alt
2005 – Melanie Reichert ist 18 Jahre alt

Lieblingsbuch
Der Idiot von Fjodor Dostojewski – sagen wir: Eines von vielen.
Ich war zu dieser Zeit im absoluten Harry-Potter-Fieber!

Lieblingsmusik
Neil Young, Supertramp, Beatles, Simon & Garfunkel, Billy Joel, Klaus Hofmann
Film- und Spielemusik! Perfekt zum Lesen, denn das habe ich wirklich oft und gerne getan (immer noch!).

Lieblingsfilm
1983 war nicht gerade reich an filmischen Perlen – da nehme ich „Gorky Park“, weil da mein damaliger Liebelingsschauspieler Wiliam Hurt mitgespielt hat.
2005 kam „Stolz und Vorurteil“ mit Keira Knightley raus. Keine Ahnung WIE oft ich diesen Film gesehn habe!

Zukunftsvisionen
Ach je … beruflich wollte ich Schriftstellerin werden, hätte mich das aber nie getraut zu formulieren – Journalistin klang realistischer. Privat: Irgendwann mal Familie – hat dann noch ein bisschen gedauert. Letztlich habe ich beides erreicht 🙂
Beruflich wollte ich von Schriftstellerin über Bibliothekarin bis hin zu Buchhändlerin alles werden. Hauptsache Bücher. Privat wollte ich unbedingt einen Hund haben und in weiß heiraten. Zumindest die Sache mit den Büchern (ich bin Lektorin und Korrektorin) hat funktioniert 🙂

Rolle als Frau
Sehr interessant! Es gab so Verwandte, die sprachen vom reichen Mann, den frau sich angeln sollte … da habe ich immer geantwortet: Ich verdiene meine erste Million selbst. Hab‘ ich zwar nie geschafft, aber finanziell bin ich immer unabhängig geblieben. Ich war in den naturwissenschaftlichen Fächern (außer in Bio) eher schlecht, konnte (und kann) aber Lampen anbringen, Löcher dübeln und Autoreifen wechseln – mein Vater hat mir nie das Gefühl gegeben, irgendetwas nicht zu können, nur weil ich ein Mädchen bin. In diesem Sinne war ich immer sehr emanzipiert. Für mich war immer klar, dass ich für mich selbst sorgen können wollte. Hat hingehauen.
Zu meiner Zeit war das eigentlich schon gar kein Thema mehr. Mann, Frau – Gleichberechtigung. In der Familie war ich zwar die „Prinzessin“, weil ich das einzige Mädchen war, aber ich bin wirklich behütet aufgewachsen. Mein Vater hat mir die „Männersachen“ meistens abgenommen, weil er meinte, ich könne das nicht. Dinge wie Möbel aufbauen oder Ähnliches habe ich also erst spät gelernt – gerade letzte Woche habe ich wieder diverse Möbelteile aufgebaut 😉 Aber insgesamt gab es da eigentlich keine großen Unterschiede zwischen meinem Bruder und mir. Unabhängigkeit war mir immer wichtig – in jedem Sinn.

Hobbies
Lesen, lesen, lesen. Schreiben. Ins Kino gehen. Vögel beobachten. Volleyball. Bis zum Tag meines 18. Geburtstags: Gitarre gelernt – am 18. dann abgemeldet!
Ich war seit ich lesen konnte wirklich eine Leseratte und das hat sich bis heute durchgezogen. Besondere Hobbies hatte ich mit 18 keine. Meine Backleidenschaft habe ich zu diesem Zeitpunkt entdeckt 😀

Engagement
Ich war damals sehr engagiert in der Naturschutzbewegung und habe es sogar zur Bundesjugend-Pressesprecherin des (damaligen) Deutschen Bundes für Vogelschutz (heißt heute NaBu) gebracht. Ich sag noch heute: Weil wir damals als Dosen verkleidet auf dem deutschen Umwelttag für
Mülltrennung demonstriert haben, gibt es die heute bei uns. Na ja, vielleicht nicht nur deshalb 😉 War eine wilde, aufregende Zeit mit tollen Leuten und Erfahrungen. Sehr prägend!
Ich war im Shoppen besonders engagiert! Freitagmittags haben wir immer Mathe geschwätzt *räusper* und sind dafür Kaffee trinken und shoppen gegangen. Da war ich wirklich gut dabei. Vielleicht nennt man das heute auch den nicht-idealen-Umgang. Aber hey, Abizeit war meine „wilde Zeit“ 😉

Thema Abitur
Ich gehörte zu meinem großen Glück zu den Jahrgängen, die durch geschickte Kurswahl kein Matheabi machen mussten – dafür wählte ich freiwillig Religion ab und durchlitt eine schwere mündliche Prüfung in Politik und Geschichte. Ich war nie eine besonders gute Schülerin, rutschte immer so eben durch. Abischnitt: 2,9 … immerhin noch die 2 vorne 😉 Hat aber nie irgendwen mehr interessiert …
Abi hab ich damals eigentlich nur gemacht, weil meine Eltern darauf bestanden haben. In der 12ten Klasse hatte ich eine extreme Bockphase, in der ich am liebsten alles hingeschmissen hätte. Trotzdem hab ichs noch mit 2,3 hinbekommen – obwohl ich in Mathe nur 5 Punkte kassiert habe. Physik und Chemie habe ich zum Glück abwählen können, Deutsch und Englisch waren definitiv die richtige Wahl 😀

Thema Führerschein
Die schrecklichste Prüfung meines ganzen Lebens! So habe ich  nie davor und nie danach gezittert. Völlig überflüssigerweise. Der Fahrlehrer ließ mich während der Prüfung rechts ranfahren, stieg zum Telefonieren in einer Telefonzelle aus (Ja! Vorhandyzeit!) und einparken musste ich auch nicht wirklich. Am Ende meinte er: „Besser wäre gut“ – aber ich bekam den Lappen. Und meine Mutter holte mich ab und ich durfte sofort mit ihrem Auto heimfahren. Seitdem bin ich (trotz Naturschutz) schon recht begeisterte Autofahrerin (und so gut wie unfallfrei).
Das war alles cool bei mir. Hab nicht viele Fahrstunden gebraucht und auch die Theorie ist glatt mit null Fehlerpunkten durchgegangen. Nur das rückwärts-seitwärts-Einparken war mein großes Problem! In der Prüfung kam das natürlich sofort dran … also ich so: Vor und zurück, vor und zurück, vor und zurück … Der Prüfer war total genervt, blickte kurz raus und meinte: Nicht schön, aber selten! Können wir nun weiter?!

Wünsche/Hoffnungen
Na ja, klar: Die große Liebe finden, ein Kind bekommen, ein Buch schreiben, einen guten Job finden – glücklich werden. Ehrlich gesagt, hat alles ziemlich gut hingehauen. Manches hat etwas gedauert – aber ich bin manchmal ein Spätzünder.
Die klassischen Dinge: Genug Lesestoff für den Rest meines Lebens, eine Hochzeit in Weiß, einen Hund zum Knuddeln und meine private Leselounge. Manche Dinge habe ich schon, andere erarbeite ich gerade 😉

Alltag: Was war dir wichtig?
Mit 18 habe ich wahnsinnig viel gemacht: Theater AG und Chor besucht, Bio-AG für die Unterstufe geleitet, im Naturschutz aktiv gewesen, Volleyball gespielt, FreundInnen getroffen, immer engen und guten Kontakt zur Familie gehabt, gerne verreist, viel Tagebuch geschrieben, ja und auch für die Schule gelernt.
Ich war eigentlich total langweilig … Ich hatte eine beste Freundin, die mir wichtig war, meine Familie, die mir immer Halt gibt und meine unzähligen Bücher. Schule, lesen, Freunde treffen, Familienessen am Sonntag. Das wars eigentlich auch schon – und ich war mega zufrieden damit.

Ich hoffe, dass euch dieser kleine Vergleich gefallen hat. Mir hat das Zusammentragen dieses Beitrags sehr viel Spaß gemacht!

 

Gewinnspiel

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Das Bustabenpaar auf meinem Blog: HR

 


Ein Kommentar zu "[Blogtour] zu Bettina Brömmes „18, pleite und planlos, aber immerhin sehen wir gut dabei aus“"

  • Guten Morgen!

    Kennst du schon unsere Gruppe für Blogtouren auf Facebook? Vielleicht magst du ja mal vorbeischauen? 🙂
    Wir halten da alles aktuell und verlinken die Beiträge, damit man immer alles im Blick hat und nichts verpasst – bei den vielen Touren verliert man ja leicht den Überblick 😉
    https://www.facebook.com/groups/981737925190683/

    Liebste Grüße, Aleshanee

    1 Aleshanee schrieb das (11. Mai 2017 gegen 06:49 Uhr) Antworten


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