Rezension zu Lynn Summers „Secret Desire“

Grunddaten:

Autor: Lynn Summers

Titel: Secret Desire

Broschiert: 700 Seiten

ISBN: 978-3734753398

Verlag: Selfpublisher

 

Klappentext:

Während eines Interviews mit dem Inhaber von Cunningham Construction lernt Maya dessen attraktiven und charmanten Sohn Julian kennen. Sie ist sofort fasziniert von ihm, doch Julian ist bereits vergeben. Was sie nicht ahnt. Auch Julian kann sie nicht vergessen. Wären da nicht Melissa, Julians eifersüchtige Verlobte, sowie sein Bruder Jayden, der ebenfalls ein Auge auf Maya geworfen hat und vor nichts zurückschreckt, um sein Ziel zu erreichen. Werden Maya und Julian ihr Glück finden können?

Meine Meinung:

„Secret Desire“ ist ein Sammelband der Liebesgeschichte rund um Julien Cunningham und Maya Shepherd. An und für sich hätte die Lektüre echt nett sein können, allerdings haben die unlogischen Handlungen der Protagonistin hier einen Strich durch die Rechnung gemacht.

An und für sich hat mir der Schreibstil eigentlich gut gefallen, denn er ist locker gehalten und die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund – Direktheit finde ich gut. Zu viel davon ist dann allerdings schon wieder unsexy. Gerade bei den erotischen Szenen war mir die Sprache oft zu vulgär, sodass ich dem Charakter sein „brennendes Verlagen“ nicht abkaufen konnte. Auch die vielen Wortwiederholungen (unglaublich, anziehend etc.) haben mich das Buch des öfteren aus der Hand legen lassen.

Für mich am Schlimmsten war alledings die Protagonistin selbst. Sie hat sich teilweise so unpassend verhalten, dass ich das Lesen unterbrechen musste, weil ich mich über sie geärgert habe. Dass nicht immer alle Personen in jeder Situation logisch agieren, ist ein Ordnung. Wenn sie das aber permanent tun und dann auch noch in Extremsituationen, dann kann ich da leider nicht mehr folgen. An sich war Maya mir zu Beginn eigentlich auch sympathisch, aber das hat sich dann leider schnell gelegt. Bei Julien war es etwas besser. Er hat zwar zwischendurch auch ein paar merkwürdige Entscheidungen getroffen, generell konnte ich ihm seine Rolle aber eher abkaufen. Die beiden könnten ein wirklich tolles Paar sein, wenn nicht ständig und permanend der Sex im Vordergrund stehen würde. Ich habe überhaupt nichts gegen solche Szenen, aber bei dieser Lektüre waren sie einfach zu oft und dann auch meistens noch sehr hektisch und gehetzt, was ich persönlich schade fand.

Die Nebencharaktere waren für mich am glaubwürdigsten und haben auch die meisten Überraschungen parat gehalten. Hier scheint die Autorin genau festgelegt zu haben, wer in welche Rolle schlüpfen soll und hat sie diese auch stringent durchführen lassen. Ein Kompliment also für die Nebendarsteller der Story, denn sie waren durchweg authentisch.

Die Hintergrundstory (Redakteuerin verliebt sich auf den ersten Blick in reichen Immobilienmogul mit leicht dominanter Ader) ist zwar nicht neu, aber prinzipiell mit eigenständigen Elementen versetzt. Leider bedient sich die Autorin auch hier ziemlich vieler Klischees, um Mayas und Juliens Lovestory abzurunden. Mir tut es furchtbar leid, dass ich so viele negative Worte finden muss, da ich weiß, wie viel Arbeit hinter einem Roman steckt, aber meine Hoffnungen ruhen definitiv auf den anderen Werken von Frau Summers.

Die Spannung war zwischendurch vorhanden, wurde aber durch die vielen übertriebenen Darstellungen (was Maya alles innerhalb kürzester Zeit verkraften muss, reicht für mehr als ein Leben) oft ausgehebelt, weil irgendwann einen nichts mehr überrascht hat.

Abschließend lässt sich sagen, dass „Secret Desire“ und ich keine Freunde wurden, ich aber einem anderen Roman der Autorin noch mal eine Chance geben werde.

Bewertung: 2/5 Sterne


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