[Blogtour] Schauplätze und Schreiborte: Wo ist „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi entstanden?

2016-04_Blogtour_Abedi

Eingebettet zwischen grünen Hügeln und einem plätschernden Fluss liegt das Kreativhaus La Muse in der Nähe von Carcassonne (Frankreich). Wenn man sich die Bilder des Anwesens und der Umgebung anschaut, ist es kein Wunder, dass Isabel Abedi sich hierher zum Schreiben zurückgezogen hat. Zwitschernde Vögel und ansonsten nur eins: Stille. Absolute Abgeschiedenheit in der vegetativen Natur. Ein Plätzchen, wo man es durchaus mehrere Wochen aushalten kann. Das ist der erste Eindruck von La Muse.

3 MusenzimmerCalliope, Thalia, Euterpe, Melpomene … so hießen die Musenzimmer, die in diesem Haus für ihre Künstler offen standen. Meins – Thalia – war im zweiten Stock und hatte einen weiten Blick in die Landschaft.

La Muse wurde 2001 von einem amerikanischen Autorenehepaar erworben, weil sie auf der Suche nach einem magischen Ort waren, wo sie sich selbst verwirklichen und zugleich ihren Kindern eine bessere Zukunft bieten konnten. Das Ehepaar hat es sich zur Aufgabe gemacht, seinen Gästen den größtmöglichen Komfort zu bieten und eine Atmosphäre zu schaffen, in der man sich wohlfühlen kann. So ist es nur ein Teil des Services, dass man vom Flughafen oder Bahnhof abgeholt wird, ein leckeres Begrüßungsessen bekommt oder in die Stadt zum Einkaufen gefahren wird. Auch mit den anderen Gästen zusammen können Ausflüge unternommen werden oder man findet sich in kreativen Runden oder Workshops ein, um sich so kennenzulernen.

0. Isabel in LaMuseBei schönem Wetter haben mich die „LaMusen“ auch auf der Terrasse vor dem Haus geküsst. Das Foto hat meine Schriftsteller-Freundin Katja Brandes aufgenommen, die ebenfalls eine Woche in LaMuse verbracht hat.
1. LaMuseSchattenspiele – im Nachtlicht sah das Eingangsschild von LaMuse besonders mystisch aus.

Neben mehreren zum Teil thematisch eingerichteten Räumen, bietet das Kreativhaus auch wenige Doppelzimmer und eine Suite oder sogar ein ganzes Cottage, falls man sich als Gruppe zur Klausurtagung zurückziehen möchte. Dabei können sich die Künstler vollkommen auf ihr Tun konzentrieren, denn WLAN, eine Gemeinschaftsküche oder die Sonnenterrasse bieten hier alles, was die Künstlerseele benötigt. Darüber hinaus versorgt man sich einfach selbst und kann sich quasi wie zu Hause fühlen. Die Anbieter haben hier bewusst auf technischen Schnick-Schnack verzichtet, damit man sich mental auf sein Vorhaben konzentrieren kann. Hierbei ist es egal, ob man der schreibenden oder musikalischen Zunft angehört, ob man Maler ist oder das neuste Drehbücher auswendig lernen muss – jeder Künstler ist in La Muse willkommen. Und seien wir mal ehrlich: Wenn man in solch einer Umgebung nicht kreativ werden kann, wo dann?

7. Schreiben mit AusblickEinen abgeschiedenen Schreibplatz hatte ich auf einer der hinteren Terrassen des Künstlerhauses. Auch hier habe ich oft gelesen, geschrieben oder einfach in die Landschaft geschaut und mich vom Anblick inspirieren lassen.

Auch Isabel konnte hier wunderbar kreativ werden und so ist in der Zeit ihres Aufenthaltes ein guter Teil von „Die längste Nacht“ entstanden. Wie man auf dem nächsten Bild sehen kann, sind die Zimmer geräumig und bieten genug Platz, um sich mit Post-ist & Co. auszutoben.

5. Meine Wand in LaMuseZimmer mit Aussicht – von hier konnte ich auch auf die Berge schauen, aber noch häufiger wanderte mein Blick an die Wand, an der ich meine Kapitelstruktur befestigt habe. Der große Mittelteil des Romans ist hier entstanden.

Ganz in der Nähe gab es ein paar Orte, die Isabel täglich aufgesucht hat, um abzuschalten und Inspiration zu sammeln. Wer das Buch gelesen hat, weiß genau, welche Schauplätze hier gemeint sind. Für alle, die noch nicht das Vergnügen hatten, bekommen hier einen ersten Einblick in die Szenerie.

10. Ein einsamer BauwagenEin wesentliches Ritual waren für mich die täglichen Spaziergänge, auf denen ich immer wieder Dinge entdeckt habe, die leicht abgewandelt in den Roman gewandert sind. Zum Beispiel dieser Bauwagen …
12. Der alte FriedhofAuch der nahegelegene Friedhof war ein Ort, den ich täglich besucht habe. Er ist dem im Roman ganz ähnlich, auch wenn hier keine nächtlichen Grablichter leuchten.
15. Kloster - dem Himmel so nahDem Himmel so nah … Eine alte Ruine gab es ebenfalls in der Nähe und wie das Kloster im Roman hatte sie ein offenes Dach und war ziemlich abgeschieden.
Fotos und Anmerkungen dazu: Isabel Abedi

DAS GEWINNSPIEL

Die längste NachtNatürlich könnt ihr auch auf meinem Blog ein Los für eins von insgesamt 3 signierten Hardcoverausgaben sammeln.

Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, mir folgende Frage zu beantworten:

Gibt es einen Ort, an dem ihr Inspiration sammeln konntet/könnt?

Hinterlasst mir ein Kommentar mit eurer Antwort und eine Mailadresse unter der ich euch erreichen kann im Gewinnfall.

Ich wünsche euch allen viel Glück!

Teilnahmebedingungen
  • Teilnahme ab 18 Jahren oder mit Einverständniserklärung der Eltern.
  • Versand nur innerhalb von Deutschland.
  • Für den Postversand wird keine Haftung übernommen.
  • Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt man sich bereit im Gewinnfall öffentlich namentlich am Ende der Blogtour genannt zu werden.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.
  • Das Gewinnspiel endet am 02.05.2016 um 23:59 Uh

6 Kommentare zu "[Blogtour] Schauplätze und Schreiborte: Wo ist „Die längste Nacht“ von Isabel Abedi entstanden?"

  • Morgen.
    Also ich finde ja alle wundervoll interessant doch trotzdem könnte und hat auch kein Ort mich davon zu etwas inspiriert!
    Vielleicht müsste ich es erst richtig erleben und fühlen diese Orte. Doch trotzdem sehr schön vorgestellt.
    LG Jenny
    jspatchouly@gmail.com

    1 Jenny Siebentaler schrieb das (27. April 2016 gegen 07:12 Uhr) Antworten


  • Dankeschön für den tollen Beitrag. Die Orte oben sind allesamt sehr interessant. Ich hole mir Inspirationen immer sehr gerne beim wandern, z. B. in den Alpen oder am Strand.

    Liebe Grüße,
    Daniela

    2 Daniela Schiebeck schrieb das (27. April 2016 gegen 16:31 Uhr) Antworten


  • Hallo,
    interessant, dass der Ort, an den sich die Autorin zurück gezogen hat, gar nicht in der Toksana, sondern in Frankreich liegt. Carcassonne ist wunderschön.
    Hm, keinen speziellen Ort, aber ich bin gerne am Wasser, am liebsten am Meer am Sandstrand, um mir Inspiration und auch Ruhe zu holen.
    Ein sehr interessanter Beitrag.

    lg, Jutta (jutta.liest[ät]gmail.com

    3 Jutta schrieb das (27. April 2016 gegen 19:14 Uhr) Antworten


  • Hallo und vielen Dank für diese interessanten Einblicke in die Schauplätze und Schreiborte! Inspiration finde ich vor allem in unserem Garten und auf Zugreisen. Das sind schöne Orte, um die Gedanken schweifen zu lassen und kreative Ideen zu sammeln.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

    4 Katja schrieb das (28. April 2016 gegen 22:50 Uhr) Antworten


  • Hallo,

    ein Ort der mich inspiriert habe ich bisher noch nicht gefunden.

    LG
    SaBine

    5 SaBine K. schrieb das (29. April 2016 gegen 14:29 Uhr) Antworten


  • Hallo!

    Die Gegend, in der ich wohne ist so schön, dass ich liebendgerne hier spazieren gehe, wobei mir auch die ein oder anderen Sache einfallen.

    Einen schönen Tag noch!
    Detective Inspector Me
    taira.night@web.de

    6 Detective Inspector Me schrieb das (30. April 2016 gegen 16:15 Uhr) Antworten


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