Rezension zu Amanda Frosts „Vom Tod geküsst“

Grunddaten:

Autor: Amanda Frost

Titel: Vom Tod geküsst (1)

Taschenbuch: 346 Seiten

ISBN: 978-3000474354

Verlag: keiner

 

Klappentext:

Er ist der Tod! Und er kommt, um sie zu holen! Doch was, wenn sie nicht sterben kann? Und zudem völlig fasziniert von dem teuflisch gut aussehenden Fremden ist? Diese Frage muss sich die Krankenschwester Lilly stellen. Denn anscheinend gibt es nur eine Alternative: Sie muss sterben, ansonsten wird Sebastian in der Hölle schmoren. Doch soll das wirklich das Ende sein? Wofür lebst du, wenn du längst gestorben bist?

Meine Meinung:

„Vom Tod geküsst“ ist der erste Band der neuen Romantasy-Trilogie der Autorin Amanda Frost, der mit tollen Charakteren, einer spannenden Story und einem zarten Prickeln überzeugen kann. Mein erster Roman von Frau Frost, aber ganz sicher nicht mein letzter, denn ich wurde bestens unterhalten.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und direkt von der Leber weg, sie nimmt kein Blatt vor den Mund und spricht alles klar an, was mir sehr gut gefallen hat. Die Perspektive wechselt immer wieder zwischen den Protagonisten Sebastian und Lilly hin und her. Obwohl es sich um einen allwissenden Erzähler handelt, hatte ich trotzdem das Gefühl, in das Seelenleben der beiden einen Einblick zu erhalten.

Besonders Sebastian hat mir als Charakter sehr gut gefallen, weil er sowohl oberflächlich ist als auch tiefgründig sein kann – wenn er möchte. Er ist absolut vielschichtig und immer für eine Überraschung gut, da er ein einziger Widerspruch ist. Zumindest hat er mich im Positiven überraschen können. Während er eher in sich gekehrt ist, ist Lilly schon ein ganz anderes Kaliber. Sie hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen und geht ihren Weg. Aufgrund ihrer familiären Vorgeschichte ist sie auch schon abgehärtet und deswegen eine sehr starke Person. Sie ist durch  und durch positiv, was mir großen Spaß beim Lesen bereitet hat.

Auch die Nebencharaktere sind gut ausgearbeitet und in sich stimmig, bzw. authentisch. Gerade Lillys beste Freundin konnte ich mir vom ersten Auftritt an bildlich vorstellen. Insgesamt hat sich die Autorin mit der Anzahl der Charaktere zurückgehalten, was ich gut finde.

Die Spannung war von Anfang an vorhanden. Zum einen möchte man natürlich wissen, wie es mit jedem einzelnen weitergeht und auf der anderen Seite gibt es da noch Sebastianas und Lillys gemeinsames Schicksal. Auch der flüssige Schreibstil hat dazu beigetragen, dass ich die Lektüre praktisch in einem Rutsch durchgelesen habe. Der einzige Minikritikpunkt geht an den Schluss, da er für mich ein bisschen gehetzt war. Der restliche Roman ist in einem angenehmen Tempo verfasst, aber gegen Ende kam irgendwie eine gewisse Panik auf, bzw. das Gefühl, dass die Autorin fertig werden wollte.

Zusammenfassend ist „Vom Tod geküsst“ eine unterhaltsame Liebesgeschichte, die mit einer Prise Erotik und Spannung überzeugen kann, ohne die Balance aus beiden Genre zu verlieren. Auch der Fantasyanteil ist dezent untergebracht und gut ausgearbeitet. Obwohl es sich hierbei um Teil eins einer Trilogie handelt, könnte man das Buch auch als Einzelband lesen, da es einen Abschluss für die Protagonisten gibt (im nächsten Band stehen andere Charaktere im Mittelpunkt).

Bewertung: 4,5/5 Sterne


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