Rezension zu Jana Martens` „In deinen Armen – Verraten und verkauft“

Grunddaten:

Autor: Jana Martens

Titel: In deinen Armen – Verraten und Verkauft

Taschenbuch: 266 Seiten

ISBN: 978-996353252

Verlag: bookshouse

 

Klappentext:

Marc ist ein aufstrebender Rechtsanwalt. Als er einen neuen Klienten vertritt, deutet zunächst alles auf einen gewöhnlichen Fall hin. Bevor er sich jedoch richtig in die Materie einarbeiten kann, wird er schon mit Widersprüchlichkeiten konfrontiert, die sein Können auf eine harte Probe stellen. Zur gleichen Zeit lernt er den frechen und charismatischen Eric kennen. Fasziniert von ihm erfährt Marc, dass Eric in seinen neuen Fall involviert ist. Eric zieht ihn immer tiefer in seinen Bann, dabei verwandelt sich Marcs Faszination in Verlangen, und beide finden sich in einem verwirrenden Gefühlschaos wieder. Doch darf es Liebe zwischen ihnen geben? Plötzlich beginnen die Gegenspieler, ihre Spuren zu verwischen, und scheinen selbst vor Mord nicht zurückzuschrecken. Erst viel zu spät bemerkt Marc, dass er sich in ein Netz aus Intrigen und Erpressung verstrickt hat. Wird es ihm dennoch gelingen, den Fall zu lösen, oder wird die Liebe zu Eric sein Untergang sein?

Meine Meinung:

„In deinen Armen – Verraten und verkauft“ war mein erstes Buch der Autorin Jana Martens und ich muss sagen, dass ich nicht enttäuscht wurde. Eine liebevolle Gay-Romance-Story trifft auf einen spannenden Thriller. Herzklopfen garantiert!

Wir bekommen diese packende Geschichte aus zweierlei Blickwinkeln erzählt: Zum einen führt uns der Protagonist Marc durch das Geschehen und wechselt sich dabei immer wieder mit Eric ab, der ganz oft eine andere Sicht auf die Dinge hat. Beide Perspektiven sind dem Verhalten und vor allen Dingen den Gedanken des jeweiligen Protagonisten angepasst, was mir sehr gut gefallen hat. Für mich war es eine neue Erfahrung, zum einen einen allumfassenden Erzähler zu haben, aber dann doch trotzdem das Gefühl zu besitzen, dass man direkt in das Seelenleben des jeweiligen Charakteres eintaucht. Hier hat sich die Autorin wirklich viel Mühe gegeben und das habe ich auf jeden Fall auch positiv zur Kenntnis genommen.

Ich muss zugeben, dass ich mit Marc zu Beginn ein wenig Probleme hatte. Seine knallharte Seite (der Anwalt) war sehr gut ausgearbeitet und auch absolut glaubhaft. Ich hatte von Anfang an den Eindruck, dass ich ihn vor Gericht niemals gegen mich haben möchte. Aber seine gefühlvolle Seite, die die mit den Emotionen zu tun hat, die konnte ich ihm nicht ganz abnehmen. Für mich kam der Wechsel von Verlobter einer Frau zu Mann im Bett zu rasch, bzw. die Gedanken, die dabei in ihm vorgingen, waren mir nicht authentisch genug. Das hat sich dann im Laufe der Geschichte gegeben. Aber auch später haben Eric und Marc dann noch mal irgendwie die Rollen getauscht (nicht nur sexuell, sondern auch im Verhältnis Beschützer/Beschützter), was ich ihnen nicht 100%ig abkaufen konnte.

Insgesamt sind die Charaktere aber nett ausgearbeitet, was auch bei den Nebenrollen der Fall ist. Gerade die Fieslinge spielen eine bedeutende Rolle und sind wirklich einfach nur abstoßend – so wie es sein muss. Ansonsten hat sich die Autorin aber eher auf wenige Charaktere beschränkt, was ich positiv finde, denn oft findet man sich vor lauter Namen überhaupt nicht zurecht.

Die Spannung war durchgängig vorhanden, was dazu beigetragen hat, dass ich das Buch fast in einem Rutsch verschlungen habe. Frau Martens hält so einige Wendungen und Überraschungen für den Leser parat, was noch zusätzlich fesselt. Der Einstieg ist mir leicht gefallen, weil sie sich nicht mit großen Erklärungen aufhält, sondern wir direkt ins Geschehen geworfen werden. Lediglich das spannende Finale ist vielleicht ein bisschen zu kurz gekommen, aber darüber lässt sich streiten. Ich persönlich finde, dass die Story einen würdigen Abschluss gefunden hat.

Für mich war die Mischung aus Thriller, Lovestory und Erotik absolut gelungen. Dieser Roman vereint wilde Verfolgungsjagten, leidenschäftliche Küsse, heißen Gay-Sex und blutige Morde in einer Geschichte. Wer nur auf kitschige Liebesgeständnisse hofft, sollte lieber zu einem anderen Buch greifen, denn der Thrilleranteil ist mindestens genauso groß (wenn nicht sogar größer) wie der Liebesanteil.

Ich kann den Roman von meiner Seite aus Empfehlen, weil er mir trotz der kleinen Mängel gut gefallen hat. So gut, dass ich in Zukunft auch andere Romane der Autorin lesen werde, weil gerade der Schreibstil sehr positiv auffällt.

Bewertung: 4/5 Sterne


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