Rezension zu Matt/Matthes` „Kings & Fools – Verstörende Träume“

Grunddaten:

Autor: Natalie Matt/Silas Matthes

Titel: Kings & Fools – Verstörende Träume (Band 2)

Flexcover: 224 Seiten

ISBN: 978-3-95882-0708

Verlag: Oetinger 34

 

Klappentext:

Eine verlorene Liebe.
Ein Plan, der im Verborgenen wächst.
Neun Internatsschüler, ein geheimer Zirkel.

Estelle will nur eins: weg! Weg von Favilla, weg von den Visionen, die sie heimsuchen. Sie traut schon lange niemandem mehr. Denn eins ist sicher: Auch ihre Mitschüler haben dunkle Geheimnisse.

Meine Meinung:

„Verstörende Träume“ ist der zweite Teil der Fantasy-Mystery-Reihe rund um die Internatsschüler von Favilla. Meiner Meinung nach konnten sich die Autoren hier steigern, was Spannung und Schreibstil betrifft. Dazu mehr im Detail.

Die zweite Geschichte von Kings & Fools bekommen wir aus Sicht von Estelle erzählt. Am Anfang habe ich mir mit dem Perspektivenwechsel ein bisschen schwer getan, aber nach wenigen Seiten habe ich ein Gefühl für den Charakter bekommen und fand auch die Rückblenden zwischendurch gelungen, um so mehr über die Protagonistin zu erfahren. Was ich im ersten Band am Schreibstil auszusetzen hatte, muss ich spätestens jetzt wieder zurücknehmen. Der zweite Teil ist viel flüssiger geschrieben. Auch hat sich die Änderung auf die Spannung ausgewirkt, denn durch kurze, prägnante Sätze versteht sich das Autorenduo darauf, an passender Stelle Atmosphäre zu schaffen.

Estelle hat mir als Charakter viel besser gefallen als Lucas. Ob das daran liegt, dass sie eine Frau ist, kann ich nicht sagen, aber ich konnte mich sehr gut in ihre Situation und vor allem in ihre Gefühlswelt hineinversetzen. Ihre Motive waren klar erkennbar und ihre Handlungen mit ihren Gedanken im Einklang, weswegen ich sie als authentischen Charakter empfunden habe. Sie war mir nach wenigen Seiten bereits mehr als sympathisch, darum wüsste ich natürlich gerne, was weiter mit ihr geschieht und hoffe, dass dies im nächsten Band geklärt wird, denn der Cliffhanger ist dieses Mal echt böse (so böse, dass ich sogar die Leseprobe vom nächsten Band gelesen habe, aber keine Lösung präsentiert bekam).

Auch die Nebencharaktere haben sich wieder gut in das Gesamtbild eingefügt. Ein bisschen komisch war es allerdings jedes Mal, wenn ich eine Szene mit Lucas lesen musste, da wir ja vorher die Geschichte aus seiner Perspektive erzählt bekamen. Er erschien mir in diesem Band ein bisschen fremd. Vielleicht eben auch deshalb, weil wir nicht mehr direkt in seinen Kopf schauen und nur raten können, warum er sich so oder so verhält. Noel ist immer noch mein Liebling und ich freue mich schon wahnsinnig auf den nächsten Band, weil dieser aus seiner Sicht geschrieben ist!

Die Spannung und Atmosphäre waren gelungen und vor allem greifbar. Ich habe die Story als extrem Nerven aufreibend empfunden und wurde bestens unterhalten. Gerade die Kampfszenen sind dieses Mal sehr gut geschildert. Nicht zu lang, nicht zu kurz, trotzdem hat sich ein Film vor meinem inneren Auge abgespielt. Dieses Mal wird es definitiv blutiger, was ich lediglich erwähnen möchte.

Der einzige Kritikpunkt geht dieses Mal an den Plot. Ich hatte nach der Lektüre das Gefühl, dass eigentlich gar nichts passiert ist. Die Geschichte an sich und auch die Szenen sind gut geschrieben, aber so wirklich viel ist nicht passiert. Ich würde mir wünschen, dass die Autoren das Niveau der Spannung, Charaktere und dem Schreibstil halten und dafür noch ein bisschen mehr Verlauf in die Geschichte bringen würden. Ich weiß auch noch gar nicht so recht in welche Richtung die Gesamtstory steuert. Beim momentanen Erzähltempo hat man das Gefühl, dass die Story nach sechs Bänden unmöglich abgeschlossen sein kann. Von daher lasse ich mich überraschen und hoffe auf das Beste.

Bewertung: 4/5 Sterne


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