Rezension zu Jeaniene Frosts „Broken Destiny – Dämonenasche“

Grunddaten:

Autor: Jeaniene Frost

Titel: Broken Destiny – Dämonenasche (Band 1)

Taschenbuch: 320 Seiten

ISBN: 978-3-95649-215-0

Verlag: Mira Taschenbuch

 

Klappentext:

Seit Jahren wird Ivy von Visionen heimgesucht: Sie sieht düstere Orte, bedrohlich nah, und dennoch jenseits der Realität. Wird sie etwa verrückt? Plötzlich verschwindet ihre Schwester Jasmine und jemand versucht, Ivy zu töten. Aber der mysteriöse Adrian rettet sie – und offenbart ihr die schockierende Wahrheit: Diese dämonische Parallelwelt existiert wirklich und Jasmine ist dort gefangen.
Gemeinsam mit Adrian begibt sich Ivy auf die Suche nach einem alten Relikt, um Jasmine zu befreien. Was Ivy allerdings nicht weiß: Adrian, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt, ist von Schicksal dazu bestimmt, im Krieg der Engel und Dämonen auf der anderen Seite zu kämpfen. Als ihr Todfeind …

Meine Meinung:

„Broken Destiny -Dämonenasche“ ist der erste Band der neuen Reihe von Jeaniene Frost, in der sich Ivy und Adrian zusammen gegen das Dämonenreich behaupten müssen. Wir haben es hier mit einer actionreichen Serie zu tun, bei der sowohl Fantasyfans als auch Liebhaber prickelnder Liebesromane voll auf ihre Kosten kommen.

Wir bekommen die Story komplett aus Sicht der Protagonistin Ivy erzählt. Das hat mir besonders gut gefallen, denn Ivy ist zum einen nicht auf den Mund gefallen und sagt, was sie denkt und zum anderen sind ihre Gedankengänge absolut göttlich. Die Autorin hat hier ihre gewohnte Leichtigkeit und eine ordentliche Brise Humor verarbeitet, die einfach nur Spaß machen. Dabei sind die Seiten förmlich dahingeflogen. Ich hätte das Buch sogar in einem Rutsch lesen können, wenn da nicht das Leben außerhalb der Lektüre gewesen wäre.

Die Charakteren hat Frau Frost glaubhaft dargestellt, wobei mir manche Handlungen und Gedankengänge zu schnell vonstatten gingen. Gerade bei Adrian steigt man oft nicht so ganz dahinter, warum er manche Sachen tut, wie er sie tut. Das kann eventuell auch an der Wahl der Erzählperspektive liegen. Genrell ist Adrian natürlich der düstere Badboy, der auf jeden Fall geheimnisvoll daherkommen soll – das ist klar. Eben weil Ivy und Adrian so grundverschieden sind, kann man das Knistern zwischen ihnen fühlen. Man hat als Leser von Anfang an das Gefühl, dass die beiden nicht zusammen sein dürfen, es aber natürlich sein wollen. Insgesamt haben mir die Charaktere (auch die wenigen Nebencharaktere) sehr gut gefallen. Ich konnte ihnen ihre Rolle im Gesamtgefüge größtenteils abkaufen und freue mich in diesem Fall schon auf den nächsten Band, da ich denke, dass dort noch mehr Entwicklung bei einigen zwischenmenschlichen Beziehungen möglich ist.

Normalerweise bin ich ein Fan direkter Einstiege, aber in diesem Fall bin ich nicht so ganz klar gekommen. Ich hatte auf den ersten 30-40 Seiten wirklich Probleme, der Story zu folgen, da wir auf einen Schlag mit diversen Charakteren, Zusammenhängen und Hintergrundstorys konfrontiert werden. Ebenso fragt man sich während dieser ersten Abschnitte, warum Ivy sich so merkwürdig passiv verhält. Das klärt sich natürlich alles im Verlauf der Geschichte, aber trotzdem ist mir der Einstieg deswegen relativ schwer gefallen.

Die Hintergrundstory an sich ist nichts Neues (Protagonistin und Badboy gegen die bösen Dämonen), aber das ist auch kein Muss, denn diese Geschichte lebt definitiv von ihren Dialogen, die unglaublich toll, erheiternd und lebhaft sind. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Geschichte langweilig ist – ganz im Gegenteil. Gerade das letzte Drittel hat es so was von in sich, dass ich noch bis nachts gelesen habe, weil ich das Buch einfach nicht aus der Hand legen konnte. Zwischendurch bekommen wir immer wieder überraschede Twists vorgesetzt, die noch zusätzlich Spannung erzeugen. Der Cliffhanger am Ende darf natürlich auch nicht fehlen. Schon alleine deshalb möchte ich unbedingt Band zwei lesen.

Abschließend kann ich sagen, dass es sich um einen soliden ersten Teil der Serie handelt, der durch eine starke Heldin besticht, die nicht in die übliche Hilfe-ich-bin-eine-wehrlose-Frau-Schublade gesteckt werden muss. Auch der Protagonist kann sich sehen lassen und wird so einige Frauenherzen zum Schmelzen bringen. Ein überzeugendes Setting, bei dem gerade auch die Fantasyelemente (Dämonenwelt) stimmen und so dem Leser eine gelungene Mischung aus Liebesroman und epischer Dämonenschlacht bietet.

Bewertung: 4/5 Sterne


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