Rezension zu E. M. Ross‘ „Desperate Angels“

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Autor: E. M. Ross

Titel: Desperate Angels  (Bd. 1)

Softcover: 304 Seiten

ISBN: 978-3-941955-57-8

Verlag: Medu

 

Klappentext:

Drei tote Teenager in Virginia: blutjung, superreich und unschuldig. Man findet jedes der ermordeten Mädchen arrangiert als Engel in weißem Rüschenkleid mit betenden Händen, einem Engelsflügeltattoo – und Sperma. Die Spezialeinheit des FBI rekrutiert den jungen Agenten Nathaniel Caim, der die Sonderkommission „Angel“ als Profiler unterstützen soll.

Als er undercover mit seiner abgebrühten Partnerin Tandra Romano okkulte Sekten infiltriert, fängt unerwartet für ihn selbst ein abartiger Albtraum an …

Meine Meinung:

„Desperate Angels“ ist der erste Band der Angels-Quadrologie rund um den außergewöhnlichen Charakter Nathaniel Caim.

Die Erzählperspektive ist mal etwas anderes. Teilweise bekommen wir die Geschichte aus der Er-Perspektive erzählt und dann wieder aus der Ich-Perspektive, wenn der Leser einen direkten Einblick in Nates Gefühlswelt bekommen soll. Am Anfang war ich ein wenig verwirrt, weil wir eine ganze Weile nur die dritte Person beschrieben bekomme und es dann plötzlich wechselt, aber später habe ich den Sinn dahinter doch noch durchblickt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, was mich das Buch fast in einem Zug hat lesen lassen. Ross versteht es durch kurze Sätze eine enorme Spannung aufzubauen. Genauso werden Beschreibungen mit der Handlung verknüpft, was ich sehr positiv empfunden habe.

Die Autorin schafft es, außergewöhnliche Charaktere zu konstruieren. Gerade Nate als Psychologe ist für den Leser sehr interessant. Während er die Fälle des FBIs von einer anderen Seite aufrollt, analysiert er doch immer wieder seine Gegenüber. Seine Gedanken sind erfrischend und seine innere Stärke hat mich sehr beeindruckt. So mancher wäre daran zerbrochen, was Nate alles in diesem ersten Band erleiden muss.

Auch die Nebencharaktere sind glaubhaft, weil sie aus dem täglichen Leben gegriffen sind. So nimmt man dem eingebildeten Chef seine Rolle genauso ab wie dem irren Sektenführer. Wenn ich mir Charaktere bildlich vorstellen kann, hat der Autor alles richtig gemacht.

Mein einziger Mini-Kritikpunkt geht ausnahmweise mal an den Klappentext bzw. die damit verbundene Spannung. Für meinen Geschmack wurde hier zu viel verraten, weswegen ich ihn für euch auch gekürzt habe.  Wenn ich mir als Leser die ersten 70 Seiten quasi schenken kann, weil der Klappentext schon alles zusammenfasst, ist das wirklich schade (gerade wenn das Buch nur 300 Seiten insgesamt hat). Ansonsten ist der Handlungsaufbau und die Spannungskurve absolut gelungen. Das Buch ist ein echter Pageturner und hat mich nicht mehr losgelassen.

Das Mystery-Element setzt erst ziemlich spät ein, was dem Buch aber keinen Abbruch tut. Zum Schluss bekommen wir dann die geballte Ladung, die letztendlich auch Vorfreude auf den zweiten Band macht. Wie der Titel schon sagt, geht es um Engel. Mehr möchte ich aber nicht verraten, um nicht zu spoilern.

Für mich eine klare Leseempfehlung.

Bewertung: 4,5 / 5 Sterne

 


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