Rezension zu Lucinda Rileys „Das Mädchen auf den Klippen“

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Autor: Lucinda Riley

Titel: Das Mädchen auf den Klippen

Taschenbuch: 448 Seiten

ISBN: 978-3-442-47789-0

Verlag: Goldmann

 

Klappentext:

Mit gebrochenem Herzen sucht die Bildhauerin Grania Ryan Zuflucht in ihrer irischen Heimat. Bei einem Spaziergang an der Steilküste von Dunworley Bay wird Grania jäh aus ihren trüben Gedanken gerissen: Am Rande der Klippen steht ein Mädchen, barfuß und nur mit einem Nachthemd bekleidet. Der Wind zerrt an der zerbrechlichen Gestalt, und von plötzlicher Sorge ergriffen spricht sie das Kind an. – Ohne es zu ahnen, stößt Grania durch diese Begegnung die Tür zu einer über Generationen reichenden, tragischen Familiengeschichte auf – ihrer Geschichte.

Meine Meinung:

Als bekennender Kate Morton-Fan wurde mir diese Autorin empfohlen und ich muss sagen: Ich bin begeistert!

Wie es bei Familiengeheimnissen üblich ist, werden erst nach und nach die Ereignisse der Vergangenheit aufgedeckt und das Puzzle zu einem Ganzen zusammengefügt. Prinzipiell befinden wir uns in der Gegenwart, bekommen die Geschichte aber von Aurora aus der Zukunft erzählt. Zwischendurch gibt es dann immer wieder Rückblicke, die wir teilweise durch Erzählungen oder von Briefen näher gebracht bekommen. Obwohl es hier vielleicht kompliziert klingen mag, ist es das im Buch aber nicht und der Leser kann der Handlung durchgängig ohne Probleme folgen.

Die Geschichte hat mich von der ersten Seite an gepackt und nicht mehr los gelassen. Ich habe das Buch innerhalb von 24 Stunden ausgelesen und bin mir schon jetzt sicher, dass ich ein Fan der Autorin bin. Durch den flüssigen Schreibstil kann man durchaus von einem echten Pageturner sprechen. Manchmal hat man gar nicht gemerkt, dass schon wieder 50 Seiten gelesen sind. Gerade für neugierige Menschen wie mich, ist es eine süße Folter den Geheimnissen langsam auf die Spur zu kommen.

Die Charaktere haben mir außerordentlich gut gefallen. Für mich sind sie durch ihre authentische Beschreibung sofort zum Leben erwacht. Sie sind so einzigartig und prägnant, dass man sie einfach in sein Herz schließen muss. Dabei sticht wohl Aurora als Erzählerin der Geschichte am meisten heraus. Wir lernen sie mit 8 Jahren kennen und sie besitzt schon eine Weitsicht, die manche Erwachsenen nicht haben. Dabei war sie aber zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig. Auch Grania, die Protagonstin, dominiert die Geschichte durch ihr Auftreten. Wir haben es hier mit einer sturen, stolzen Irin zu tun, die ihrem Weg nicht abweichen will. Dabei muss sie sich eingestehen, dass man nicht immer mit dem Kopf durch die Wand rennen kann und dabei macht sie für sich eine positive Entwicklung durch.

Auch die Nebencharaktere, selbst wenn sie nur eine kurze Erwähnung in den Vergangenheitsberichten finden, wurden liebevoll ausgearbeitet und überzeugen den Leser in iherer Detailltreue und Individualität. Die Charakterzeichnung bekommt den größten Pluspunkt.

Die Handlungsorte wechseln zwischen New York, London und Irland. Für mich eine sehr gelungene Mischung, weil ich sowohl Irland als auch London als Schauplatz sehr mag. Obwohl es nur wenige Beschreibungen gibt, erwähnt die Autorin immer wieder kleine Details, die die Umgebung zum Leben erwachen lässt.

Für mich ein grandioses Buch, das die Vergangenheit mit der Gegenwart verknüpft und die Geschichte zweier Familien erzählt, deren Schicksal unweigerlich miteinander verwoben ist. Dabei geht die Autorin gefühlvoll, aufrichtig und spannungsgeladen mit ihren Charakteren um. Eine klare Leseempfehlung für alle Freunde von Familiengeheimnissen.

Bewertung: 5 / 5 Sterne


5 Kommentare zu "Rezension zu Lucinda Rileys „Das Mädchen auf den Klippen“"

  • Das klingt wirklich gut, vor allen Dingen, weil ich auch bekennender-Kate-Morton-Fan bin 😀

    1 Chimiko schrieb das (18. März 2013 gegen 11:16 Uhr) Antworten


  • Ich war ja erst kritisch, weil an Kate Morton nix ran kommt, aber diese Autorin ist wirklich vergleichbar! 😀

    2 nessisbuecherregal schrieb das (18. März 2013 gegen 11:18 Uhr) Antworten


    • Das stimmt, Kate Morton ist eigentlich schwer zu toppen, aber wenn du das so sagst, dann reizt mich das Buch umso mehr!
      Danke 😀

      3 Chimiko schrieb das (18. März 2013 gegen 11:20 Uhr) Antworten


      • Gerne doch. Aus diesem Grund schreibe ich ja Rezensionen 🙂 Von der Autorin gibt es noch „Das Orchideenhaus“ und im Mai erscheint „Der Lavendelgarten“ 🙂

        4 nessisbuecherregal schrieb das (18. März 2013 gegen 11:23 Uhr) Antworten


        • Uh, Lavendelgarten… ich mag Lavendel, das hört sich gut an 🙂

          5 Chimiko schrieb das (18. März 2013 gegen 11:30 Uhr) Antworten


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